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Asylgesuche - Schnell und dennoch menschlich?

Asylgesuche: Schnell und dennoch menschlich?

Reaktion auf den Leserbrief von Reto Frank in der Ausgabe vom 3. Mai 2013

Herr Frank schreibt in seinem Leserbrief, dass die Revision des Asylgesetzes ein menschliches Verfahren erlaubt. Leider ist dies nur teilweise der Fall und zwar dort, wo sich eine Verkürzung der Fristen positiv auswirkt. Dies bei Menschen, für welche Beweismittel einfach zu beschaffen oder bereits vorhanden sind.

Alle anderen Flüchtlinge haben aufgrund des neuen Gesetzes mit entsetzlichen Nachteilen zu kämpfen. Für Sudaner beispielsweise, oder Romas, ist es unmöglich innerhalb von 10 Tagen einen Pass zu beschaffen, als Beispiel für einen verlangten Beweis. Dies führt zugegebenermassen dazu, dass weniger positive Entscheide gefällt werden. Es stellt sich aber die Frage, ist es richtig die Anzahl der Bewilligungen mit solch einer Methode zu senken? Können wir als Schweizer Volk mit einer grossen humanitären Tradition hinter solch einer ungerechten Gesetzgebung stehen? Wieso soll es für Menschen aus Krisenländern nun noch schwieriger werden in der Schweiz bleiben zu dürfen? Genau diese Leute haben es doch am nötigsten. Deshalb Nein am 9. Juni.

Jana Aregger

Co-Präsidentin Junge Grüne Kanton Luzern
Einwohnerrätin Emmen

Grün ist die Farbe unserer Zukunft

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