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Der Bedarf an Wohnraum ist schuld an Zersiedelung

Die gesamte Siedlungsfläche für Wohnraum hat von 1985 bis 2009 um 44,1 Prozent zugenommen. Gleichzeitig ist die Wohnbevölkerung um 17,1 Prozent gewachsen. Die Fläche für das Wohnareal hat also zweieinhalb Mal stärker zugenommen als die Wohnbevölkerung. Dies zeigt, dass der Pro-Kopf-Bedarf der hauptsächliche Treiber der Zersiedelung ist.

Hier zu behaupten, dass eine Zuwanderungsbeschränkung die Zersiedelung massgeblich abschwächen würde, ist falsch, kurzsichtig und fremdenfeindlich. Wir Jungen Grünen sehen unsere Zersiedelungsinitiative als probates Mittel gegen die Zersiedelung. Unsere Mittel gegen die Zersiedelung sind, dass keine Einzonung ohne Auszonung mehr erlaubt ist, um den Landfrass aufzuhalten. Zusätzlich sollen nachhaltige Quartiere gefördert werden.

Bund, Kantone und Gemeinden sorgen für günstige Rahmenbedingungen für nachhaltige Formen des Wohnens und Arbeitens. Wir streben eine Siedlungsentwicklung nach innen an, die im Einklang steht mit hoher Lebensqualität. Also keine anonymen Hochhaus-Ansammlungen wie im genannten Beispiel Singapur.

Der Autor erwähnt die Baulandreserven, die nicht für das Bevölkerungswachstum bis 2045 reichen würden. Bei Ausschöpfung aller Verdichtungspotenziale würden die Reserven an bereits ausgeschiedenen Wohnzonen jedoch auch beim hohen Bevölkerungswachstumsszenario bis 2060 reichen.

Lukas Bucher

Vorstandsmitglied Junge Grüne Kriens

Grün besser vorwärts kommen

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