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Unnötige Ladenschluss-Initiative

Nein zum Liberalisierungswahn

Die Jungfreisinnigen Luzern kämpfen mit ihrer Initiative für eine Totalliberalisierung der Ladenöffnungszeiten, was bedeutet, dass die Geschäfte von 06.00 bis 23.00 Uhr jederzeit geöffnet sein dürfen.


Eine Totalliberalisierung bringt dem Kanton Luzern wenig. Die Arbeitsbedingungen der Angestellten im Detailhandel verschlechtern sich massiv. Zudem entstehen ökonomische Probleme: Kleine Detaillisten werden von grösseren Konkurrenten vom Markt verdrängt oder ihre finanzielle Situation wird noch prekärer. Kleine Läden können wegen ihrer Kostenstruktur nicht einfach mehr Personal einstellen, um länger offen zu haben. Hinzu kommt, dass die Kaufkraft im Kanton Luzern durch eine Totalliberalisierung nicht ansteigt: Hundert Franken können nur einmal ausgegeben werden. Es kommt lediglich zu einer Verschiebung der Konsumzeit. Braucht unsere Gesellschaft wirklich den Rundum-Konsum? Schon heute hat eine arbeitende Person über 20 Stunden pro Woche Zeit, ihren Einkauf zu erledigen. Jede Stunde, welche die Geschäfte länger offen haben, geht zu Lasten der Detaillisten und Angestellten.
Fragen wir doch die Menschen, die bis 21.00 Uhr im Geschäft stehen, wie es ihnen gefällt, erst um 22.00 Uhr nach Hause zu kommen und oftmals schon am nächsten Morgen wieder mit der Arbeit beginnen zu müssen. Ich sage deshalb NEIN zu dem schlechten „Werbegag“ der Jungfreisinnigen am 9. Juni.

Fabian Takacs


Einwohnerrat Kriens
Vorstandsmitglied Junge Grüne Kanton Luzern
Vorstandsmitglied Grüne Kanton Luzern

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